Vom Schatten ins Licht

Unser Geburtsdatum verrät die Kernthemen unserer Persönlichkeit. Auch innere Blockaden – unsere Schatten, vom Psychoanalytiker C.G. Jung als unbewusste Persönlichkeitsanteile definiert – lassen sich daraus errechnen. In der Schattenarbeit können Pflanzenessenzen dabei helfen den Schatten in Licht zu wandeln.

Der Schatten steht stellvertretend für Gefühle, Triebe, Denk- und Verhaltensmuster, die wir aufgrund früher Lebenserfahrungen mit Schmerz und Ablehnung verknüpft haben. Um diese nicht zu spüren werden sie unterdrückt (in den Schatten gestellt, abgespalten). Da wir als Persönlichkeit aber nur vollkommen sind, wenn wir bewusste und unbewusste Anteile integrieren, geht am Schatten kein Weg vorbei. Die Schattenthemen des einzelnen lassen sich aus dem Geburtsdatum errechnen.

Ein Beispiel: Maria hat mehrfach erlebt, dass Beziehungen sehr anstrengend sein können; Auseinandersetzungen versucht sie zu vermeiden und passt sich dem Partner an. Glücklich ist sie dabei auf Dauer nicht, die Beziehungen scheitern nach kurzer Zeit. Mit dem Glaubenssatz: „Männer wollen Frauen ja eh nur schikanieren!“ bestätigt sie sich selbst, dass es „besser“ ist keine neue Beziehung einzugehen.

Rational betrachtet ist dieser Glaubenssatz natürlich nicht haltbar. Doch da Maria Verletzungen vermeiden will ist es einfacher, ihn für sich als wahr zu proklamieren. Dieser „Kunstgriff“ ist menschlich, man hinterfrage nur einmal die eigenen Glaubenssätze. Maria lässt also ihren Wunsch nach einer liebevollen Beziehung aufgrund der Schmerzen nicht zu und verdrängt ihn. Er existiert unbewusst aber weiter – im Schatten.

Die Erlösung des Schattens – hinter dem immer eine Lernaufgabe wartet – könnte sein: Ich behaupte mich in einer Beziehung und werde trotzdem geliebt, so wie ich bin! Sich der Herausforderung immer wieder aufs Neue zu stellen, die emotionalen Wunden zu überwinden und die eigene Bedürfnisse zu kommunizieren bringt den Schatten ans Licht.

Unterstützung finden wir in der Numerologie. Nehmen wir an Maria ist am 22.11.1974 geboren. Aus den Daten ergeben sich folgende Schattenthemen, die mit dem o.g. Erfahrungen in Verbindung stehen: Maria will nicht vorangehen und hält an der Vergangenheit fest. Sie verschließt ihr Herz, kann nicht verzeihen. Auch bauscht sie die ihr widerfahrenen emotionalen Verletzungen künstlich auf und ist überzeugt, eine schwere Last zu tragen.

Die errechneten Informationen lassen sich auf Pflanzen und Bäume übertragen (Numerologie nach Phylak). Die zugeordneten Pflanzen sind der Wasserhanf und der Kanadische Gelbwurz. Eine Mischung mit Pflanzenessenzen und den entsprechenden Heilungsinformationen könnte helfen das Problem zu bearbeiten, sprich: Die Vergangenheit loslassen, sich selbst nichts vormachen und mit einem offenen Herzen in die Zukunft gehen. Dazu braucht es Selbstreflektion und einen klaren Blick.  Ergänzend wäre die Arbeit mit Glaubenssätzen und das Einüben neuer Denk- und Verhaltensmuster sinnvoll.

C.G. Jung war überzeugt: Im Schatten liegt unser größtes Potenzial. Denn die Verdrängung der Schattenthemen bedarf viel Energie. Erlösen wir den Schatten und holen ihn ins Licht wird nicht nur Energie frei. Wir werden auch zu einer integeren Persönlichkeit, die ihre Potenziale und Talente lebt.

 

Foto: Birgit Doeubler